Der Forschungsschwerpunkt DOING MEMORY untersucht die komplexen Herstellungsweisen individueller und kollektiver Vergangenheitsbezüge in künstlerischen, kulturellen und medialen Kontexten. Im Zentrum steht eine kritische Analyse der Verfahren, durch die Erinnerung in ästhetischen Formen, kuratorischen Praktiken, kunsthistorischen Narrativen und Medientechnologien produziert, vermittelt und transformiert wird.
DOING MEMORY adressiert die zunehmende Relevanz pluraler Perspektiven in der Geschichtsschreibung, die vormals randständig waren und mittlerweile zentrale Impulse für Kunst- und Architekturtheorie, Historiographie und Kritik liefern. Diese Ansätze prägen ebenso museale und sammlungsbezogene Praktiken wie institutionelle Erinnerungskulturen und neue Formen der Archivarbeit, etwa im Kontext partizipativer und citizen-science-basierter Projekte.