Architektur als Exponat Museale Präsentationen in transnationalen Verflechtungen
Leipzig, 28.–30. Oktober 2021

Museale Architekturdörfer in den Jahrzehnten um 1900 waren monumentale Komplexe, welche die bisher unterrepräsentierte bauliche Kultur eines Landes »lebensecht« darstellen sollten. Derartige, als Architekturmuseen verstandene, Präsentationen etablierten sich im Zusammenhang mit Welt- und Landesausstellungen sowie der Gründung von Nationalmuseen dauerhaft in verschiedenen eu- ropäischen Ländern. Die Bezeichnung »Dorf« impli- ziert dabei nicht unbedingt einen ethnographischen Bezug, sondern steht für die räumlich wahrnehm- bare, einheitliche Ästhetik der Ensembles. Die Tagung möchte diese Spezies von Architekturausstellung, die sowohl wissenschaftlich ambitioniert war als auch mit ihren Präsentationsstrategien populär zu sein versuchte, stärker in den Blickpunkt der internationalen Ausstellungsforschung rücken.